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Uwell Caliburn G3 im Langzeittest: Die ungeschlagene Alltags-Vape

Wer sich in den letzten Jahren mit dem Thema Pod-Systeme beschäftigt hat, kommt an einem Namen nicht vorbei: Caliburn. Der Hersteller Uwell hat mit der Einführung der ersten Caliburn-Generation den Markt für kompakte E-Zigaretten revolutioniert. Einfache Bedienung, überragender Geschmack und ein taschenfreundliches Design machten die Reihe zur unangefochtenen Nummer Eins für Einsteiger und Umsteiger. Doch die Konkurrenz schläft nicht, und nach einigen Modellen mit gemischtem Feedback (wie der teils siffenden G2) brachte Uwell die uwell caliburn g3 auf den Markt.

Uwell Caliburn G3 Pod System auf Holztisch

Wir haben das Flaggschiff-Pod-System einem gnadenlosen 6-Monats-Langzeittest im harten Alltagseinsatz unterzogen. Wie haltbar sind die neuen Pods mit integrierten Coils wirklich? Hat Uwell das berüchtigte Siff-Problem der Vorgänger endlich gelöst? Wie schlägt sich der 900-mAh-Akku nach Hunderten von Ladezyklen? In diesem extrem detaillierten Review erfährst du die ungeschönte Wahrheit über die Kult-Vape.

Wichtige Erkenntnisse des Langzeittests

  • Siff-Verhalten drastisch verbessert: Durch die Abkehr von wechselbaren Verdampferköpfen hin zu komplett verschweißten Pods mit integrierter Coil gehört das Auslaufen von Liquid der Vergangenheit an. Die Caliburn G3 bleibt im Alltag extrem trocken.
  • Überragende Pod-Haltbarkeit: Ein einzelner 0,9-Ohm-Pod übersteht im Durchschnitt problemlos zwischen 25 und 35 ml E-Liquid (je nach Süße des Liquids), bevor ein spürbarer Geschmacksverlust eintritt.
  • Akkulaufzeit auf Top-Niveau: Der auf 900 mAh vergrößerte Akku bringt selbst intensive MTL-Dampfer sicher durch einen kompletten Arbeitstag.
  • OLED-Display als echter Mehrwert: Die präzise Anzeige von Wattzahl, Akkuprozentwert und Zuganzahl (Puff Counter) erhöht den Bedienkomfort im Vergleich zu reinen LED-Geräten massiv.
  • Vielseitigkeit: Mit den 0,6-Ohm-Pods ist echtes, restriktives Lungendampfen (RDL) mit beeindruckender Dampfentwicklung möglich.

Technische Spezifikationen und Lieferumfang

Bevor wir in die praktischen Erfahrungen einsteigen, werfen wir einen Blick auf die nackten Zahlen der Caliburn G3. Uwell hat das Gerät im Vergleich zu den Vorgängern in fast allen Belangen technisch spürbar aufgewertet.

Parameter Technische Spezifikation
Akkukapazität 900 mAh (fest verbaut)
Maximale Ausgangsleistung 25 Watt (stufenlos oder automatisch regelbar)
Display Monochrom-OLED (Akkustand, Leistung, Widerstand, Puffs)
Ladeanschluss USB-C (Fast Charging mit 5V/2A)
Pod-Kapazität 2,0 ml
Befüllung Side-Fill (durch Silikonlasche) oder Top-Fill (je nach Pod-Variante)
Verdampferköpfe Fest integriert (FeCrAl Meshed 0,6 Ohm und 0,9 Ohm im Set)
Zugautomatik Ja, zusätzlich auch per Feuertaster aktivierbar

Der Lieferumfang ist erfreulich komplett: Neben dem Akkuträger selbst liefert Uwell zwei Pods mit (1x 0,6 Ohm für RDL und 1x 0,9 Ohm für klassisches MTL), ein USB-C-Ladekabel, eine schicke Lanyard-Halskette sowie eine ausführliche Bedienungsanleitung.

Design, Verarbeitung und Haptik im Härtetest

Die Caliburn G3 setzt optisch auf das bewährte, schlanke Pen-Style-Format. Gefertigt ist das Gehäuse aus einer hochwertigen Aluminiumlegierung, die dem Gerät eine edle Haptik verleiht und es gleichzeitig federleicht macht. Mit einem Gewicht von knapp 47 Gramm spürt man die E-Zigarette kaum in der Hosentasche.

Detailaufnahme des OLED-Displays der Caliburn G3

Nach 6 Monaten täglicher Nutzung – inklusive Schlüsselbund-Kontakten in der Tasche, Stürzen vom Schreibtisch und Outdoor-Einsätzen – zeigt sich die Beschichtung als erstaunlich widerstandsfähig. Während die Caliburn G2 nach einem halben Jahr oft deutliche Lackabplatzer aufwies, glänzt die G3 immer noch mit einer sauberen Oberfläche. Lediglich an der Unterseite rund um den USB-C-Port sind minimale Kratzer zu erkennen.

Das absolute Highlight im Alltag ist das kleine, aber gestochen scharfe OLED-Display im unteren Drittel des Geräts. Es informiert präzise über den Ladestand des Akkus in Prozent. Wer einmal ein Gerät mit Prozentanzeige hatte, möchte nie wieder zu den ungenauen Drei-Farben-LEDs zurückkehren. Zudem lässt sich die Leistung über den Feuertaster in 1-Watt-Schritten exakt anpassen, um den Sweetspot des jeweiligen Liquids zu finden.

Die neue Pod-Generation: Integrierte Coils als Segen oder Fluch?

Die wohl umstrittenste Entscheidung von Uwell bei der Entwicklung der G3 war der Wechsel von wechselbaren Coils hin zu Pods mit fest verbauter Wicklung. Bei der Caliburn G2 konnte man die Verdampferköpfe noch separat tauschen, was theoretisch umweltfreundlicher und günstiger war. In der Praxis führte dieses System jedoch häufig zu Undichtigkeiten, da die Dichtungsringe an der Unterseite der Coils anfällig für Verschleiß und minimale Fertigungstoleranzen waren.

"Der Wechsel zu integrierten Coils bei der Caliburn G3 war die absolut richtige Entscheidung. Uwell hat die Unterseite der Pods durch Ultraschallschweißverfahren hermetisch abgeriegelt. Nach 6 Monaten Dauertest können wir bestätigen: Kein einziges Mal ist Liquid auf die Kontakte des Akkuträgers ausgelaufen. Das System ist absolut siffsicher."

Die Handhabung ist dadurch kinderleicht geworden: Schmeckt der Coil verbrannt oder lässt der Geschmack nach, entsorgt man einfach den gesamten Pod und setzt einen neuen ein. Die Pods werden über starke Magnete bombenfest im Gehäuse gehalten – kein Wackeln, kein Klappern.

Uwell bietet die Pods in zwei Ausführungen an: 1. 0,6 Ohm Meshed Pod (max. 25W): Perfekt für ein offeneres, restriktives Lungendampfen (RDL). Der Dampf ist angenehm warm, sehr dicht und die Geschmacksintensität bei fruchtigen Liquids ist phänomenal. 2. 0,9 Ohm Meshed Pod (max. 15W): Die ultimative Wahl für klassisches Backendampfen (MTL). Der Zugwiderstand ist straff und simuliert das Gefühl einer Tabakzigarette perfekt. Ideal für den Einsatz von Nikotinsalzen.

Vergleich der verschiedenen Uwell Caliburn G3 Pods

Geschmacksentwicklung und Pro-FOCS Technologie

Wenn Uwell für eines bekannt ist, dann ist es die patentierte Pro-FOCS Flavor Technology. Dieses System sorgt für eine Selbstreinigung des Coils und optimiert den Luftstrom so, dass die Aromastoffe des Liquids maximal authentisch wiedergegeben werden. Im Langzeittest hat uns die Caliburn G3 geschmacklich schlichtweg umgeblasen.

Egal ob extrem süße Dessert-Liquids, frische Frucht-Aromen mit hohem Cooling-Effekt oder herbe Tabak-Liquids – die G3 arbeitet Nuancen heraus, die man sonst nur von großen, selbstgewickelten RTA-Verdampfern kennt. Die Süße wird hervorragend betont, ohne jedoch die feinen Untertöne des Aromas zu überdecken.

Ein weiterer Pluspunkt im Langzeittest ist die Konstanz. Während billigere Pod-Systeme nach 5 bis 10 Millilitern Liquid oft drastisch an Geschmack verlieren, bleibt die Caliburn G3 bis zum Ende der Coil-Lebenszeit auf einem extrem hohen Niveau. Erst kurz vor dem Ableben der Wicklung flacht der Geschmack ab oder es stellt sich eine leichte Bitternote ein.

Akkulaufzeit und Ladeverhalten im Dauereinsatz

Ein Schwachpunkt früherer Caliburn-Modelle war der Akku. Mit 520 oder 750 mAh kam man als starker Dampfer selten ohne Zwischenladen durch den Tag. Uwell hat zugehört und der Caliburn G3 einen satten 900-mAh-Akku spendiert. Das klingt im ersten Moment nach keinem riesigen Sprung, macht sich im Alltag jedoch massiv bemerkbar.

Mit dem 0,9-Ohm-Pod bei moderaten 12 Watt hält das Gerät bei uns im Test im Schnitt 1,5 Tage durch. Wer den 0,6-Ohm-Pod bei vollen 25 Watt betreibt, fordert den Akku natürlich deutlich mehr – aber selbst in diesem Setup übersteht die G3 einen normalen 8-Stunden-Arbeitstag ohne Probleme.

USB-C Ladeanschluss an der Unterseite der Caliburn G3

Sollte der Akku doch einmal leer sein, greift das exzellente Quick-Charging-System. Dank der 2-Ampere-Ladung über den USB-C-Port ist der Akku in rekordverdächtigen 25 bis 30 Minuten wieder von 0 auf 100 % aufgeladen. Zudem unterstützt das Gerät Passthrough-Dampfen – du kannst also auch während des Ladevorgangs ganz normal weiterdampfen.

Vergleichstabelle: Caliburn G3 vs. Caliburn G2 vs. Caliburn A3

Um die Entwicklung der Caliburn-Reihe besser zu verstehen, haben wir die drei populärsten Modelle der letzten Jahre direkt miteinander verglichen. Hier wird deutlich, warum die G3 ein so massives Upgrade darstellt:

Feature Uwell Caliburn G3 (2026) Uwell Caliburn G2 Uwell Caliburn A3
Akkukapazität 900 mAh 750 mAh 520 mAh
Maximale Leistung 25 Watt 18 Watt 13 Watt
Display OLED (mit Watt-Einstellung) Nein (nur LED) Nein (nur LED)
Coil-System Integrierte Coil im Pod Wechselbare Coils Integrierte Coil im Pod
Siff-Verhalten Exzellent (absolut trocken) Anfällig für Undichtigkeiten Gut
Ladedauer (0-100%) ca. 25-30 Minuten (2A) ca. 50 Minuten (1A) ca. 35 Minuten (1A)

Stärken und Schwächen im 6-Monats-Fazit

Kein Gerät ist perfekt, und auch die Caliburn G3 hat neben ihren zahlreichen Stärken ein paar kleinere Schwachpunkte, die wir im Sinne eines ehrlichen Tests nicht verschweigen wollen.

Die Vorteile (Stärken): * Hervorragender Geschmack: Derzeit das Maß der Dinge im Pod-Bereich dank Pro-FOCS Technologie. * Präzises OLED-Display: Prozentgenaue Akkuanzeige und einstellbare Leistung bieten maximalen Komfort. * Absolut siffsicher: Kein Auslaufen von Liquid mehr im Alltag. * Schnelles Laden: In unter 30 Minuten voll einsatzbereit. * Robustes Aluminiumgehäuse: Übersteht Stürze und alltägliche Beanspruchung problemlos.

Die Nachteile (Schwächen): * Umweltfaktor bei integrierten Coils: Da die gesamte Plastikkartusche getauscht werden muss, entsteht im Vergleich zu reinen Coil-Wechsel-Systemen etwas mehr Plastikmüll. * Side-Fill-Verschluss: Die Silikonlasche zum Befüllen an der Seite des Pods erfordert etwas Fingerspitzengefühl und dünne Liquid-Flaschenspitzen.

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Lukas Weber

Vape-Experte & Chefredakteur bei VAPESKAUFEN24

Lukas Weber ist ein erfahrener Vape-Experte und Redakteur. Er beschäftigt sich seit über 8 Jahren leidenschaftlich mit E-Zigaretten, Schadstoffreduktion und den neuesten Trends in der Dampfer-Community. Seine tiefgehenden Analysen und Ratgeber helfen Einsteigern wie Profis, das beste Dampferlebnis zu finden.